Montag, 23. Mai 2016

über das Reisen mit Kindern ... oder warum ich nie weiß, ob wir komplett glücklich oder fix und alle am Ziel ankommen...

Florenz - Firenze -  Reisen mit Kindern
Im Grunde finde ich, dass es nichts Schöneres gibt, als fremde Länder und Leute zu entdecken. Ich bin davon überzeugt, dass man nicht nur Schönes sieht, sondern auch eine andere Einstellung bekommt, was fremde Kulturen, Benehmen, Rücksicht, Neugier, Sitten und sonstiges angeht. Wir wollen uns unters Volk mischen, dort essen wo Einheimische sind, und uns auch von den Hotspots wegbewegen (die wir aber natürlich trotzdem nicht auslassen!). 

Das was uns am Urlaubsort erwartet kann ich nicht planen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann die Hinreise selber auch nicht wirklich. Glaubt mir ich habe es oft genug versucht. Klar bereite ich mich vor aber es wird immer lockerer. Mussten wir mit Kleinkindern oder Babies viel vorbereiten ist es jetzt mittlerweile mit der "Notfall-Semmel" getan. 

Gerade erst gestern konnte ich nicht glauben, dass wir 7 Stunden mit dem Auto gefahren sind, ohne Streit, Hunger, Durst, etc... 

Was ich aber in all den Jahren und Reisen gemerkt habe, es kommt auf meine "Stimmung" an und das  was ich ausstrahle. Wenn ich meine Familie schon in Hektik versetzte, dann wird das nichts. Wenn ich genervt oder gestresst bin, saugen es die anderen quasi wie einen Schwamm auf. (Das gilt übrigens für alle Familienmitglieder - es überträgt sich). Mir ist im Laufe der Zeit mehr als bewusst geworden, dass wenn irgendjemand aus der Familie nicht glücklich über etwas ist, dass die ganze Stimmung beeinflusst. Ich weiß es nicht, ist das unser Familienphänomen?

Umgekehrt funktioniert das aber auch... und das nenne ich mal das Wunder der gestrigen Fahrt. Ich habe es ganz bewusst ganz locker genommen. Morgens die Tasche gepackt (wir reisen immer mit wenig Gepäck..) und dann einfach losgefahren. 

Mir keine Gedanken gemacht, dass mindestens 7 Stunden vor uns liegen..Und die ganze Fahrt über habe ich mich gefreut und habe mir immer wieder vorgestellt, wie cool die Reise wird. Wie wir einfach da anhalten, wo es uns gefällt, bevor der Hunger riesig wird und dass ich einfach keine schlechte Laune aufkommen lasse und falls es doch irgendwie sich schon ankündigt, dann doch versuchen dass abzufangen.. Ich lasse einfach keinen Stress und negatives auf der Reise zu! Basta! ;)

Was soll ich sagen: es hat funktioniert. Und gestern Abend lag ich im Bett und konnte wegen einer Mücke nicht schlafen und hab dabei unsere ganzen Reisen Revue passieren lassen und tatsächlich ein Muster entdeckt. Waren meine Sorgen besonders groß oder ich besonders hektisch ist es immer in die Hose gegangen. Wurde ich nicht hektisch auch wenn was Unerwartetes passiert ist, dann war es immer harmonisch und entspannt und easy. Liegt da das Geheimnis des entspannten Reisens? 

Braucht man tatsächlich nur positive Gedanken und ein "Hörbuch" - ihr seht ich überspitze es gerade..

Wie ist denn Eure Erfahrung? Wann klappt es denn besonders gut? Ich meine jetzt nicht unbedingt, die ganzen "Gadgets" für die Reise.. wie Bücher, Hörbücher und und und... ne ich meine: was ist Euer Familiengeheimnis für entspanntes Reisen? Wann klappt es besonders gut? Habt Ihr Rituale wie Freunde von mir, die immer an einem bestimmten Ort auf der Reise halten? oder gibt es was besonderes zu Essen? oder macht Ihr eine längere Pause und spielt ne Runde Fussball zusammen? Ich würde mich riesig über Eure Erfahrungen freuen...haben wir doch in ein paar Wochen eine ziemlich lange Reise auf 4 Rädern vor... 

Herzliche Grüße *emma*

Kommentare:

  1. Hallo Emma,
    bei uns ist es auch so. Wenn man selber nicht entspannt ist, sind es die Kinder auch nicht.
    Wenn wir am Ende des Urlaubs wieder zu Hause ankommen, gibt es immer eine große Familienpizza und zwar auf dem Fußboden in unserer Diele. Da freut sich vor allem unsere 6-Jährige drauf. Das erzählt sie schon, bevor wir in den Urlaub fahren.
    Lieben Gruß
    Marietta

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  2. ich freue mich immer solche berichte zu lesen. für uns eltern sind solche reisen mit den jungs "herzensbildung"- und freuen uns immer sehr, wenn wir merken, dass das früchte trägt. gerade kommen wir mit den drei jüngeren aus israel wieder und müssen erst noch die ganzen eindrücke verarbeiten. unsere erfahrung ist es immer offen zu sein. lieber einen groben plan was man sehen möchte erstellen. schöne momente erleben wir eigentlich immer wenn wir uns einfach auf eine bank setzen und beobachten oder auf spielplätzen die kinder mit anderen toben lassen.

    im somemr kommt das wohnmobil wieder zum einsatz. wenn wir so reisen, dann sind wir nur selten auf campingplätzen- gerne(wo erlaubt) stehen wir "wild" oder auf stellplätzen, die wir recht spontan im buch heraussuchen. und da haben wir schon soooo tolle erwischt. direkt am atlantik, an schleusen, bei der die jungs dann dem schleusenwärter helfen durften usw.
    liebe grüße und weiterhin tolle reisen!!

    barbara

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  3. Liebe Emma,
    als ich deine Überschrift gelesen habe, musste ich doch über das Wort komplett schmunzeln. Ich habe es schon erlebt, dass wir nicht mehr komplett aus dem Urlaub zurückgekehrt sind. Nein, niemand ist zu Schaden gekommen. Nur das Auto hat sich verabschiedet und war nicht reparierbar, so dass wir ohne Auto mit dem Flieger und Unmengen Gepäck von zwei Erwachsenen und drei kleinen Kindern nach Hause geflogen sind (Inklusive Kinderwagen und Autositzen!).

    Wenn wir nach Frankreich in den Urlaub fahren, besteht unser Ritual darin, dass wir in Frankreich die erste Boulangerie aufsuchen und uns frisches Baguette für das zweite Frühstück kaufen!

    Ansonsten stimme ich dir absolut zu. Wenn die Eltern genervt und gestresst sind, sind es die Kinder (leider) auch. Ich liebe es auch, seeeehr früh morgens loszufahren. Da sind die Kinder noch müde und schlafen erst mal eine Runde.

    Ganz liebe Grüße
    Martina

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  4. Liebe Emma,

    als Erzieherin habe ich nicht nur selbst erlebt, sondern wohl auch gefühlte tausend mal gehört, welche Probleme beim Reisen mit Kindern gewöhnlich auftreten, wie unterschiedlich die Bedürfnisse alleinreisender Paare/Singles und Familien sind. Deshalb habe ich gerade Verlage für Reiseführer angeschrieben mit meiner Idee eines Reiseführers für Familien. Bislang kein Interesse!
    Na dann leben wir weiterhin in Ungewissheit! Schön, dass es bei Euch klappt!
    Knuddels Astrid

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    1. Ohhhh das ist schade... Ich finde das braucht sie Welt schon .. Gerade wenn man noch am Anfang der Reise mit Kindern steht .. Lg Emma

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  5. Hallo Emma, ich habe deine reisebilder schon auf Instagram bewundert. Ebenso bewundere ich, dass ihr früher auch mit Kleinkindern keine langen Reisen gescheut habt!
    Wir reisen gern und viel. Der Große war 6 Monate alt, als wir mit ihm nach London flogen, und der zweite 3,5 Monate als wir uns für 2 Monate nach Thailand aufmachten. Wir versuchen immer entspannt zu bleiben, denn man kann alles kaufen. Trotzdem habe ich für eine 12 Stunden Autofahrt einen picknickkorb dabei. Das lieben alle. Und einen Ball. Bei Autofahrten sind unsere Pausen sportlich und lang. Und einen Campingkocher. Für Tee und Kaffee, oder Eier oder heiße Würstchen. Und manchmal Filme. Bildschirme für die Kopfstützen ;-) Und ich plane im Vorfeld mit den Kindern, was wir am Urlaubsort machen.
    Ich freue mich schon auf die Bilder eurer nächsten Reise!
    Liebe Grüße, Sylvie

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  6. Puh Urlaub, das hatte ich mir vor den Kindern auch anders vorgestellt, waren wir doch vorher in der ganzen Welt unterwegs.
    Mit der Großen machten wir noch eine Reise auf der AIDA bevor sie 2 war und der Flug noch nichts kostete. Er kostete unendlich viel Nerven, hätte ich nicht gedacht sogar die Flugbegleiterin war genervt von unserem Kind, das nicht aufhörte zu schreien und zu weinen und zu bocken.
    Mit unserer 2. Tochter mit Down Syndrom fühlten wir uns dann irgendwie eingeschränkt. Deshalb fahren wir nach Holland, teilweise 6 Stunden an Stück, wenn die Mädels hinten schlafen fahre ich durch, nur nicht wecken - hahaha, zum Glück hat unser Auto 2 Tanks, da schaffe ich das sogar, nur dumm wenn ich dann irgendwann typisch Frau aufs Klo muss.
    Martina

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