Donnerstag, 22. April 2010

Wie die Zeit davonrennt....viel zu schnell

Viel kann ich nicht zeigen..denn die letzten Tage bzw. Wochen *lach* sind nur kleine Geschenke entstanden..da mal einen Sitzbegleiter, da mal ein Utensilo und so Schnickschnack eben..meistens schon weg bevor fotografiert...
naja und dann gibt es Tage Wochen da rennt die Zeit...
Zwischen Geburtstagseinladungen, ehrenamtlicher Arbeit, "richtiger Arbeit"  Schwimmkursen, Logopädie, Ballettstunden und Musik ..grrr... fühle ich mich wie ein Taxi...ok ...der Schwimmkurs und die Logopädie ist ja nur 10 mal und dann hoffentlich die nächsten 2 Jahre kein Thema mehr.. naja der Jüngste im Hause ist ja erst 2!

das schaffe ich normalerweise in meiner gewohnten Hektik...bleibt einem ja auch nichts anderes übrig.. dabei war ich stets die Mama die blos nicht zu viel Programm für die Kinder wollte.. aber auch wenn jeder sich nur eins aussucht..hat man schon 3 Tage voll!! geht ja irgendwie nicht alles gleichzeitig - na gut ..dazu kommt noch ein Famillientreffen ,ein Wochenendausflug und noch ne Kommunion !! 

auch das geht..aber was mich wirklich beschäftigt ist ne andere Sache... Schuleinschreibung in Bayern war ja schon, hab ich brav gemacht.. aber wir haben auch einen Platz in einer Steiner Schule (Waldorf) und normalerweise bin ich ja sehr gut und sehr schnell in Entscheidungen..nur diesmal geht es nicht um mich.. es geht um die Zukunft meines Sohnes...so sehr ich die Lehrmethoden ganz toll finde, muckt doch was im Inneren in mir auf...wahrscheinlich auch meine eigenen Vorurteile über Waldis:-) nicht vorbereitet auf's Leben, kein Leistungsdruck standhalten...
(naja man liest sich ja ein bisserl in das Thema ein  da werden die Vorurteile gleich mal weniger...), aber bei einer Sache bin ich schon am Grübeln..und ich kann und kann mich nicht entscheiden.
8 Jahre den gleichen Lehrer! hm..was ist wenn das gar nicht passt... kann man ja das Kind nicht irgendwie runternehmen,denn die ersten Jahre sind sie schon hintendran mit Lehrstoff...und dann was ist wenn mein Kind nicht "klug" genug ist für's ABi? er geht 13 Jahre auf diese Schule und schreibt dann mittlere Reife? 3 Jahre nach allen anderen?? oh mann...diese Entscheidung lähmt mich! ich kenne niemanden, der diese Schule besucht hat ich kenne nur sehr sehr viele die sich beworben haben, keinen Platz bekommen haben und jetzt finden, dass die "normale" Schule ja auch ganz ganz toll ist! und im Nachhinein die richtige Entscheidung.. 
Wir haben uns auf dieser Schule beworben, weil ich /wir das Lernsystem ganz toll finden (Epochenunterricht) weil gerade sehr kreative Kinder (meinen Sohn zähle ich stückweit dazu) sehr gefördert werden..auch handwerklich...weil die Schule nicht so weit weg ist.. näher als die Sprengelschule...weil es an der Schule nicht soviel Gewalt und Ausgrenzung gibt, weil die Eltern sich sehr einbringen.. (das kenn ich ja von meiner Eltern-Kind Initiative)...weil der Leistungsdruck nicht da ist (da keine Noten...der kommt ein bisschen später... aber nicht schon in der 3. Klasse..wenn ich mich umhöre..was da veranstaltet wird, mit Nachhilfe, Extralernstunden damit man blos aufs Gymnasium kommt...ohjeh..das will ich eigentlich nicht) ich will aber auch eine Schule die mein Kinder weder unter- noch überfordert...mein Gott..eigentlich gehört das gar nicht hier rein..aber es musste mal raus... das befreit ja auch ein bisschen und vielleicht hat ja die ein oder andere auch Erfahrung damit.. und nicht nur "Vorurteile - wie jeder von uns :-9 ) ich weiß, jede Schule ist ja auch nicht gleich...hach..wenn ich das entschieden habe....dann kann ich wieder den Kopf in andere Richtungen lenken..bis dahin grübel und grübel und grübel ich.. naja und nicht zu vergessen, dass die Schule ja auch noch ein bisserl was kostet... hm...doppelhmhmhmhm..


naja wieder mal einen Roman geschrieben...aber diese Entscheidung lähmt mich...
auch im Netz gibt es soviel positives und auch negatives... waldorf polarisiert!
ich geh dann mal weitergrübeln...
liebe Grüße
emma



Kommentare:

  1. huhu emma,

    die entscheidung kann euch keiner abnehmen. wenn aber das für und wider sich ständig die waage hält und man zu keiner entscheidung kommt, hilft mir IMMER mein bauchgefühl. es hat mich tatsächlich NOCH NIE im stich gelassen. und dinge, die ich zunächst als "problem" betrachtete, lösten sich dann plötzlich in wohlgefallen auf.
    nicht lange denken, sondern einfach mal in sich selbst hineinhorchen.

    ich hoffe, ihr findet euren weg...

    und vielen lieben dank für deinen kommentar *rotwerd* :)

    glg ela

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  2. Ach, liebe Emma, ich kann das so gut nachvollziehen. Bei uns stand vor vier Jahren ebenfalls diese Entscheidung an, meine beiden Großen haben den Waldorfkindergarten besucht... Wir haben viel hin und her überlegt und uns dann für die "normale" Schullaufbahn entschieden. Ob es nun richtig oder falsch war, wird nie jemand sagen können.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eigentlich alles von den Lehrkräften abhängt. Auf der Grundschule hatte meine Tochter eine der besten und engagiertesten Lehrerinnen, während mein Sohn (eine Klasse darunter) eine Klassenlehrerin hatte, die nur das allernötigste tat. Es tat mir so leid für ihn, denn er bekam den Unterschied natürlich mit. Jetzt auf dem Gymnasium wechseln die Lehrer sehr viel häufiger, auch von Fach zu Fach, was ich gut finde, wenn man Pech hat.

    Wenn man auf der Waldorfschule einen "guten" Lehrer hat, mit dem das Kind super klar kommt, kann die Schulzeit natürlich wunderbar sein, aus den Gründen, die du schon genannt hast. Stimmt die Chemie zwischen Kind/Familie und Lehrkraft nicht, hat man lange Zeit viel zu erdulden und man ist relativ hilflos.

    So war es bei Bekannten von uns, dass die eine Familie nun alle vier Kinder auf der Waldorfschule angemeldet hat, während eine andere Familie ihren Sohn nach der 7. Klasse dort heruntergenommen hat, weil es mit dem Lehrer einfach nicht klappte. Das Kind besucht nun das Gymnasium (ohne Probleme).

    Es ist so schwierig, diese Entscheidung für das eigene Kind zu treffen, denn sooo viel hängt davon ab.

    Was mich interessieren würde ist auch die Frage, wie die Waldorfschule künftig lehren wird. Muss sie nicht auch bald am Zentralabitur teil nehmen? Wie wird sich das auf die Anforderungen im Unterricht auswirken?

    Emma, ich kann dir keinen guten Rat geben, nur den, dass du auf dein Bauchgefühl hören solltest. Das ist meistens das Beste. Vielleicht könnt ihr den Waldorflehrer schon vorher kennen lernen und einen ersten Eindruck gewinnen?

    Und habt ihr euch darüber informiert, was die Regelschulen zusätzlich anbieten? In unserer Stadt gibt es eine Schule mit kreativen Schwerpunkten, eine mit besseren sprachlichen Möglichkeiten und eine andere mit besonderen musikalischen Angeboten.

    Auf der Regelschule läßt sich einfacher die Klasse oder gar Schule wechseln, falls es wirklich einmal gar nicht gut läuft.

    Ach, ich weiß es auch nicht. Möchte dich auch überhaupt nicht beeinflussen, nur Denkanstöße geben.

    Sorry, dass es so ein Roman geworden ist. Aber es ist ja auch ein schwieriges Thema.

    Viele liebe Grüße
    Marion

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  3. Hallo Emma,
    ich kann deine Gedanken total nachvollziehen. Wir müssen im nächsten Jahr zur Anmeldung und ich zerbreche mir jetzt schon den Kopf. Waldorf oder kath. grundschule... bisher liegt die "normale" Grundschule leicht vorn weil sie näher ist, tim zwar kreativ ist aber ein absoluter sportler und - last but not least - weil ich finde, dass kinder lernen müssen mit leistungserwartungen und noten umzugehen. was allerdings auch vielfach an die wand gefahren wird... von eltern und pädagogen... sehr schwierig.
    ich wünsch euch alles gute für die richtige entscheidung! ICH wäre ein klassisches waldorfkind gewesen, leider sahen meine eltern das grundlegend anders :(

    liebe grüße
    stephi

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  4. So lass auch mal kurz meine meinung da *G* Ich war 4 Jahre auf einer waldorschule und kann nur positiv darüber reden. Danach hab ich wegen umzug auf eine privatschule gewechselt und musste kein Jahr wiederholen. Im gegenteil, in vielen Dingen war ich weiter. Klar kommen immer mal wieder defizite. Aber ich denke das hat man bei jedem Schulwechsel! Man wird kreativ, musikalisch sehr gut gefördert. Und die Epochenunterrichte fand ich total klasse weil die sich dann durch alle Unterrichtsstunden durchgezogen haben.
    Aber wie die anderen schon sagten, die Entscheidung kann dir keiner abnehmen!
    Ich hoffe trotzdem das ich dir dabei geholfen hab *G*
    LG Sabine

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  5. Hallo Emma!
    Wie Du weißt schulen wir auch ein!
    (Sehr gegen den Meinungen vieler Leute...)

    Anahi ist eine höchst kreative Maus (eine Linkshänderin), malt und töpfert gern, aber interessiert sich auch für Stoffe, Perlen,...

    MEINE Entscheidung sieht so aus (verstehe mich nicht falsch, wenn DEINE anders ausfällt, finde ich das auch gut): Anahi kommt in die "normale" Grundschule. Für mich steht Waldorf für ein gutes Auffangbecken von Kindern, die nicht ins System passen. Das klingt sehr negativ, ist gar nicht so gemeint! Ich weiß, dass Waldorf oder Montesori auch große Stärken aufbauen und vor allem das Selbstbewußtsein fördern!
    Meine Tochter soll sich den ganzen "Streß" einer normalen Schule stellen (obwohl UNSERE erste Klasse GANZ anders aussieht, wie meine damals!!! Sie haben verschiedene Stationen im Zimmer, sie agieren viel interaktiver!)! Sie wird es schaffen (dieses Vertrauen in ihr ermöglicht mir keine weiteren Alternativen vorerst in Erwägung zu ziehen)!
    Ihre kreativen Stärken werden wir extra ausbauen! Auch um ihre Schwächen werden wir uns kümmern!
    Drücke Dich und wünsche Dir eine schöne Entscheidungsfindung!
    Beso
    sonia

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  6. Ähm, habe gerade gesehen, dass ich etwas Falsches geschrieben habe. Nicht wichtig, aber eben falsch: Meine Kinder besuchen die 8. bzw. 7. Klasse, die Entscheidung liegt also schon entsprechend lange zurück und nicht erst vier Jahre... sorry
    LG Marion

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  7. Ach Emma, ich kann dich verstehen. Wir haben zwar noch ein Jahr, aber uns wird die Entscheidung abgenommen, da es hier und in der Umgebung nur die "normalen" Schulen gibt, alles andere ist viel zu weit weg. Wir gehen das Thema so an: wir versuchen die Regelschule, sollte sie aus irgendeinem Grund Probleme kriegen, kommt sie auf die Montessori Schule (sehr weiter Fahrtweg, aber den nehmen wir dann auf uns). Die Entscheidung, die ihr trefft, wird die beste sein! Ich tendiere da auch eher auf Bauchgefühl!

    Liebe Grüße, fühl dich gedrückt
    Kirsten

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  8. liebe emma,
    das ist eine brenzlige situation...ich tu mich auch grundsätzlich schwer damit, entscheidungen für andere bzw. für meine kinder zu treffen...
    schule ist da ein sehr spezielles gebiet...ich sag am besten gleich vorweg, ganz vorurteilsfrei bin ich nicht...;o)...die entscheidung könnt nur ihr treffen, und in letzter konsequenz hab ich mich in solcher entscheidungsnot IMMER auf mein bauchgefühl verlassen, und dieses gefühl hat mich NIE verlassen!!!
    gibt es denn noch alternativen zur waldorfschule? vielleicht ein freie schule oder europaschule oder so etwas?
    wenn du magst, fühl dich fest von mir gedrückt!
    liebe grüße
    alex

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  9. Liebe Emma,

    ich hab mir schon gedacht, das dich etwas plagt! Das hatte ich im Gefühl...und genauso würde ich dir auch raten...höre einfach auf dein Gefühl!
    Wir selber haben uns noch nie diese Frage gestellt...unsere Grundschule liegt in Sichtweite und da war das nie ein Thema und wir sind sehr gut damit gefahren! Die einzigste Entscheidung die wir getroffen haben und sich bis heute als absolut richtig erwiesen hat, war, ob Andre auf ein privates oder staatliches Gymnasium geht! Er besucht das Staatliche und das obwohl es weiter von uns entfernt liegt...und er ist sehr glücklich dort! Das hatte verschiedene Gründe...aber was ich dir sagen möchte ist...hör auf deine innere Stimme...diese wird dir den richtigen Weg weisen!
    Ich muss allerdings auch dazu sagen, das ich mich mit der Waldorfpädagogik nicht auskenne...lediglich mit Montessori muss ich mich jetzt auseinandersetzen, weil unser Kindi zu einem Solchen umstrukturiert wird...und auch da gilt, was für das eine Kind schön und richtig ist, muss für das Andere noch lange nicht das Beste sein. Kilian fühlt sich überhaupt nicht wohl...
    Wahrscheinlich konnte ich dir auch nicht helfen, aber ich denke an dich! :-)

    ganz liebe Grüße Melanie

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  10. ...schwere entscheidung, sehr schwere entscheidung...viele von uns fühlen sich überfordert, wenn es um die schulwahl geht, denn man will ja für sein kind nur das beste, doch was ist das beste?!...ich denke, jede schulform hat sein für und wider...unsere kinder waren im waldorfkindergarten sowie in einer evangelischen kindertagesstätte glücklich...die grundschulzeit war für unseren großen in einer "normalen" grundschule der horror und unsere motte ist in der gleichen schule glücklich, es hängt von den lehrern und den kindern ab, das ist eindeutig...unsere beiden sind unterschiedlich wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten...h. geht ihren weg, immer gerade aus, deshalb die regelschule genau das richtige...p. war oft unentschlossen und verunsichert, ist sensibel, waldorfschule wäre die richtige grundschulform gewesen - danach ist man immer schlauer...die weiterführende schule hat er sich ausgesucht, er konnte zwischen 3 schulen wählen und hat sich für die entschieden, die für mich am unsympatischten war...im nachhinein wars ein glücksgriff unser p. hatte den richtigen riecher...liebe emma ich wünsche dir/euch ebenfalls den richtigen riecher...viele grüsse, silke

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  11. Hallo!
    Mit Interesse habe ich Deinen interessanten Post gelesen...
    Auch ich meldete meinen Sohn (inzwischen 3. Klasse) damals in der Waldorfschule an. Schon immer hatte ich dahin gestrebt, da meiner Tochter es nicht möglich war, damals dort hinzugehen und für sie wäre es das total Richtige gewesen!
    Leider hatte ich dann ein total besch... Elterngespräch bei dieser Aufnahme. Und musste feststellen, daß teilweise doch wohl selektiert wird!
    Ich saß bei diesem Gespräch wie auf der Anklagebank und die wollten immer etwas aus mir herauskitzeln, was es nicht gab!
    Z.B. kam immer wieder die Frage nach der Geburt, ob WIRKLICH alles normal abgelaufen sei usw. Jaha, war es eigentlich schon... aber ich saß da, als ob ich etwas verschweige (was denn???) Sie friemelten meine Lebenssituation (alleinerziehend) auseinander... bei meinem Sohn gab es wohl auch etwas zu bemängeln (er hatte NICHT bunt gemalt, sondern eher so eine Art "technische" Zeichnung angefertigt, z.B. Klingelknopf beim Haus gemalt und Stromleitungen usw - mit 5) usw.
    Ich war nach diesem Gespräch eigentlich sehr negativ gestimmt, obwohl ich diese Schule seit vielen Jahren auch schon von den div. Veranstaltungen her kannte und es mir immer so gut gefiel. Ich hätte einen Platz NICHT genommen, wartete aber mal ab und bekam dann auch eine Absage. Okay, fast 100 Anmeldungen für 38 Schulplätze, erstmal kommen auch Geschwisterkinder dran usw.
    So kam mein Sohn auf die "normale" Grundschule und er hatte wahrlich Glück, er hat einen ganz tollen, fortschrittlichen Klassenlehrer bekommen, der sich auch Lernbegleiter nennt, mit Wochenplänen und freier Arbeit usw. arbeitet - ICH finde das toll (aber auch da scheiden sich bei den Klassen-Eltern wieder die Geister, viele sind doch noch mehr auf diesen alten Stil aus - Zucht und Ordnung und Frontalunterricht).
    Ich finde die Grundschule für meinen Sohn auch okay, aber trotzdem kommen da viele Dinge zu kurz, die ich eigentlich wichtiger finde - praktische Dinge, Künsterlisches, Soziales...
    Für mich stellt sich dann bald die Frage bzgl. 5. Klasse... An sich möchte ich da für meinen Sohn etwas "anderes" - nur wo und was?!? Es ist so schwierig.
    Was ich ganz toll finde, ist, daß die Waldorfschüler eigentlich auch im höheren Alter immer gern zur Schule gehen. Ich las letztens, daß sie zwar mitunter in Fächern hinterherhinken, dass sich das aber zum Ende hin wieder ausgleicht, da diese Kinder viel sozialer sind und eine soziale Intelligenz haben. Und ICH bin eigentlich der Meinung, daß das heute durchas viel wichtiger ist als die Fach-Intelligenz?!
    Ich bin in meinem Umfeld auch die einzige, die ihr Kind auf die Waldorfschule geben wollte/wollen würde... aber was soll`s.
    Inzwischen bin ich auch gar nicht mehr so waldorforientiert, sondern fände auch Montessori oder eine Freie Schule oder sonstwas Alternatives toll.
    In HH steht ja derzeit die Volksabstimmung bzgl. der sog. Primarschule aus, die dann bis zur 6. Klasse geht. Dann haben wir noch einen Aufschub und es ginge mit unserem - tollen - Klassenlehrer weiter. Wenn nicht, steht in einem guten halben Jahr eine Entscheidung an... und das finde ich ganz, ganz schwierig... so wie jetzt bei Euch.
    So, nun habe ich einen Roman geschrieben, aber ich selbst finde das Thema eben auch so interessant und freue mich, daß jemand mal darüber geschrieben hat, danke!
    LG Ann

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  12. Liebe Emma,
    da plagst du dich ja mit dem gleichen Problem wie ich. Meine Kinder besuchen den Waldorfkindergarten und ich bin ein großer Fan der Waldorfpädagogik. Leider habe ich aber das Gefühl, dass meine "Große", die im August eingeschult wird, nicht so ganz in das Waldorfkonzept passt. Ich habe mich jetzt schweren Herzens dafür entschieden, dass sie in der Grundschule "um die Ecke" eingeschult wird, einfach weil sie sich dort total wohl fühlt (sie geht dort bereits sehr gern zu rVorschule), der Schulweg einfach top ist (5-Minuten-Fußweg) und sie eben nicht so recht in das Waldorfkonzept passen will.
    Ein Argument hat mir jedoch bei meiner Entscheidung sehr geholfen: Von der Regelschule auf Waldorf wechseln ist meist kein Problem - umgekehrt wird es schwierig werden.

    Sei ganz lieb gegrüßt und ich wünsche dir, dass du die für dein Kind richtige Entscheidung triffst

    Nicole

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  13. Oh Emma, moecht grad nicht mit dir tauschen. Fuer uns war Waldorf nie einen Gedanken wert wegen all der Vorurteile, ausserdem gab es auch keine in unserer Naehe. Wir haben uns jedoch eine Freie Schule angeschaut und dachten nur, oh Gott, hier geht's ja nur drunter und drueber. Von Freunden hatten wir dann gehoert, dass diese ziemlich sauer auf "ihre" Freie Schule waren, da ihnen erst in der 4. Klasse gesagt wurde (trotz viel Elternarbeit), dass ihr Kind ja sooo schlecht schreibt (es verschlingt aber Buecher nur so)! Das war ein wenig spaet, denn irgendwie stand die Frage nach der weitergehenden Schule an. Das bestaetigte natuerlich auch unsere Vorurteile wieder.

    Wir haben uns dann fuer eine Privatschule nach dem Mehlhorn-Konzept entschieden und sind heute noch traurig, dass wir das nicht weitermachen konnten. Seit diesem Schuljahr wird unsere Tochter mittels Wochenplaenen und ein bissl Montesoriansatz unterrichtet und ich habe den Eindruck, dass das gar nicht ihr Ding ist. Sie ist (auch in der 3. Klasse noch) nicht in der Lage, Zeitraeume einzuschaetzen und wird selten fertig mit ihren Wochenplaenen. Auch habe ich den Eindruck, dass den Kindern zu wenig erklaert wird, irgendwie muessen sie sich da immer selbst "durchwurschteln". Woher sollen die kleinen Mauese wissen, dass es vielleicht sinnvollere, schnellere Loesungen gibt, um zu einem Ergebnis zu kommen. Fragen tun sie nicht danach, denn sie haben ja einen Weg gefunden, aber ob der immer sinnvoll ist? Mir waere da jedefalls ein bisschen mehr Frontalunterricht mit mehr Ruhe in der Klasse lieber.

    Bei den Wochenplaenen laeuft naemlich schon immer wieder mal jemand im Klassenzimmer rum um sich neue Aufgaben zu holen oder Material, was er noch braucht und so entsteht auch ein Haufen Unruhe, bei der sich viele Kinder nicht auf IHRE Aufgabe konzentrieren koennen und staendig abgelenkt sind.

    Ja, kein einfaches Thema. Vielleicht kannst du dir die Ablaeufe in eurer Schule sowie den vorgesehenen Lehrer nochmal angucken um ein noch besseres Feeling zu bekommen. Viel Glueck mit eurer Entscheidung jedenfalls.

    glg uta

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  14. Keller unter Wasser - das tut mir leid und ich hoffe, es war neben dem schönen Boden mehr zu retten :(
    Zur Schulanmeldung sag ich: ganz herzlichen Glückwunsch und willkommen in den Reihen der Waldorfs ;-))
    LG
    Bettina mit Lena

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